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Haus Steinfeld

Wer sind wir?

Das „Haus Steinfeld“ liegt im Zentrum des Dorfes Steinfeld, in einer ehemaligen dänischen Schule und gehört zum Jugendhilfebereich der Trollkohnskoppel. Wir bieten in Steinfeld 10 Einzelzimmer, die nach eigenen Wünschen gestaltet werden können. Die Bewohner/innen teilen sich mehrere Bäder, die nach Geschlecht getrennt sind. Des Weiteren gibt es eine gemeinschaftlich genutzte Küche und im Erdgeschoss einen großen Multifunktionsraum, der als Wohnzimmer, Esszimmer und für Freizeitaktivitäten genutzt werden kann.

In einer zusätzlichen Wirtschaftsküche werden die Produkte aus dem Garten verarbeitet. Auch können hier die Bewohner/innen unter Anleitung üben, sich selbst zu verpflegen. Darüber hinaus sind noch eine Waschküche und als Nebengebäude ein Fahrradschuppen, eine kleine Werkstatt und ein Stallgebäude für unseren Hühnerstall mit großzügigem Freigehege vorhanden. Der Hühnerstall wurde um einen kleinen Geräteschuppenanbau erweitert, um Gartengeräte, Aufsitzmäher usw. unterzustellen. Das Haus ist von einem ca. 2500 qm großen Bauerngarten umgeben.

Für wen sind wir da?

Im „Haus Steinfeld“ betreuen wir Kinder und Jugendliche mit Hilfebedarf im sozialen, emotionalen und kognitiven Bereich. Kindern mit traumatischen Erfahrungen werden wertschätzende und emotional tragfähige Bindungsangebote gemacht. Durch unsere gute Vernetzung mit externen Fachbereichen (z.B. Ergotherapie, psychologische Praxen, Sport- und Freizeitanbietern, Schulen, etc.) können wir individuelle Hilfen, je nach Förderbedarf, erstellen. Ein Schwerpunkt unseres Hauses ist die Verselbständigung der jungen Menschen, in kleinen Schritten und an die persönlichen Ressourcen angepasst.

Wir erhöhen dadurch Stück für Stück die Kompetenzen unserer Bewohner, ohne sie zu überfordern. Das Ziel ist es, die Bewohner für die Dauer der Betreuung bei uns zu beheimaten und auch in die dörfliche Gemeinschaft zu integrieren.

Die Persönlichkeitsentwicklung wird gefördert, indem die Stärken/Qualitäten der Bewohner wertschätzend wahrgenommen werden und wir die Kinder ermutigen, neue Wege zu beschreiten und damit positive Erfahrungen zu machen. In Konfliktsituationen begleiten wir die Kinder lösungsorientiert, um Handlungsalternativen zu entwickeln. Ein klar strukturierter Tagesablauf gibt den Kindern dabei die nötige Sicherheit und Halt. Der humanistische Ansatz mit der Wahrung der Grundrechte ist dabei essentiell. Respektvoller Umgang miteinander und Rücksichtnahme sind Grundprinzipien unserer pädagogischen Arbeit. Die Mitarbeiter sind sich dabei ihrer Vorbildfunktion bewusst.

Die Grundlage unserer Arbeit ist es, Jedem die Zeit zu geben die er/sie für seine/ ihre Entwicklung braucht. Der niederländische Begriff – ont-moeten – (Begegnen oder ent-müssen) beschreibt diesen „zwanglosen Weg“ noch etwas besser. Wenn das „Müssen“ wegfällt, dann wächst das „Wollen“ und dadurch die Verbindung, das Begegnen. Wir wollen an unseren Schwächen arbeiten, einen guten Umgang damit finden und unsere Stärken fördern und sinnvoll einsetzen.

Unser Team und Ziele unserer Arbeit

Unser Team besteht aus pädagogischen Fachkräften und Erziehungshelfern, die den Kindern und Jugendlichen einen sicheren Rückhalt geben. Unsere Mitarbeiter verfügen oder erhalten über das Trägerangebot eine traumapädagogische Zusatzausbildung, welche in der vollstationären Arbeit eine Sicherheit vermittelnde Ressource in der täglichen Arbeit sowohl für die Betreuten als auch für die Betreuenden darstellt. Zudem besteht in der Trägerstruktur die Möglichkeit kurzfristig auf Traumapädagogische Fachkräfte zurückzugreifen.

Sauberkeit, Ordnung und Essen wird durch eine hauswirtschaftliche geschulte Kraft sichergestellt. In der Regel wird der 24-Stunden-Dienst in den Kernbetreuungszeiten am Nachmittag und Abend von einer zweiten Kraft unterstützt.

Schwerpunkt unserer pädagogischen Arbeit ist die individuelle Förderung im sozialen, emotionalen und lebenspraktischen Bereich. Um wertschätzenden Umgang und demokratische Grundprinzipien zu vermitteln, sind die Hausregeln zum Teil von den Bewohnern erarbeitet worden und werden in regelmäßigen „Kinderteams“ ergänzt. Um das Konzept umzusetzen, sind wir innerhalb der Gesamteinrichtung gut vernetzt und erhalten Unterstützung durch die Bereichsleitung, regelmäßige Teamund Fallsupervision und nicht zuletzt durch Fortbildungsangebote innerhalb der Trollkohnskoppel. Um die Qualität unserer Arbeit zu sichern und zu entwickeln nutzen wir das GAB Verfahren, mit kollegialer Fallberatung, Handlungsrichtlinien und Qualitätszirkeln. Dies beinhaltet auch Mitarbeiterentwicklungsgespräche, um die Zufriedenheit der Mitarbeiter zu gewährleisten und positive Anregungen / Ideen zu bekommen.